Voller Saal beim Imperialismus-Vortrag

Fabian Lehr hat bei uns in Dortmund auf Einladung des Offenen Antifa Treffens Dortmund zum Thema Imperialismus referiert – und das Interesse war überwältigend. Bis zu 200 Menschen kamen, womit dies wohl die größte Vortragsveranstaltung der radikalen Linken seit vielen Jahren in unserer Stadt war. Am Ende kamen einige Leute kaum noch in die Räumlichkeiten, da es so voll wurde. Der enorme Andrang zeigt, wie groß das Bedürfnis nach theoretischer Klärung solcher, viel verwendeter Begriffe und insbesondere einer systematischen Erklärung für die gegenwärtige Weltlage mit stetig neuen Krisen und immer neuen und andauernden Kriegen ist.

Die meisten sozialistischen und revolutionären Organisationen aus Dortmund und teils auch der Umgebung waren bereits vorab des eigentlichen Vortrages mit eigenen Ständen vertreten. Auch unser Stand lief richtig gut: Unsere eigens dafür aus den bald erscheinenden programmatischen Thesen zusammengestellten Broschüre mit unserer Bestimmung des Imperialismus wurde unter die Menschen gebracht. Vor allem ergaben sich einige interessante Gespräche und Diskussionen zum Imperialismus selbst, aber auch anderen Themen sowie dem baldigen Abschluss unseres Gründungsprozesses.

Der Vortrag selbst war dabei durchaus spannend, besonders die historische wie gegenwärtige Darlegung der Ereignisse. Natürlich gab es auch Differenzen in der Auffassung, die im Zuge des Vortrags oder auf Nachfrage deutlich wurden. Dies betrifft etwa die Bestimmung des Monopolkapitalismus als qualitative Neuerung mit veränderten ökonomischen Gesetzmäßigkeiten sowie beim Verhältnis von Staat und Ökonomie, welches insbesondere im Hinblick auf die Bestimmungen des deutschen Faschismus deutlich wurde. Auch gilt dies für die sich hieran anschließende Frage, ob Russland (eindeutig) als imperialistisch zu qualifizieren ist. Die an den Vortrag anschließende Frage- und Diskussionsrunde war entsprechend interessant.

Insgesamt ein rundum gelungener Abend. Noch einmal danke für die Organisation an das OAT, die Möglichkeit für einen eigenen Stand und an alle, die dabei waren!

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